Interview mit votingbooks

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Momen­tan mache ich bei einem Foto­wett­be­werb zum The­ma Far­be auf votingbooks.com mit.
Da den Ver­an­stal­tern mein Foto beson­ders auf­ge­fal­len ist, haben sie mich um ein Inter­view gebe­ten.

Mei­nen Bei­trag zum Wett­be­werb fin­det ihr hier.

Ich freue mich über jede Stim­me! (Und man kann alle 24h neu voten.)
Fotografie und Copyright in Cooperation mit votingbooks und Hanna Diedrichs gen. Thormann

Das Foto zeigt die bun­ten Bal­ko­ne im Depot-Are­al in der Süd­stadt Tübin­gens im Som­mer 2010.

 

Inter­view

„„Pro Voting wer­den wir uns zukünf­tig ein oder zwei Mit­glie­der aus­su­chen, um ein kur­zes Inter­view zu füh­ren.

Bei den vie­len guten Ein­sen­dun­gen ist uns Han­nas Auf­nah­me mit dem Titel »Bal­ko­ne« beson­ders auf­ge­fal­len und wir freu­en uns, auf die­sem Wege das voting­books-Mit­glied ein biss­chen näher ken­nen zu ler­nen.


Wie heißt Du und woher kommst Du?

Mein Name ist Han­na G. Died­richs genannt Thor­mann. Ich woh­ne in Tübin­gen, Baden-Würt­tem­berg. Ich habe schon immer in die­ser Gegend gewohnt, mir aber mit Beginn mei­ner Aus­bil­dung die wun­der­schö­ne Tübin­ger Alt­stadt als Wahl­hei­mat aus­ge­sucht.


Seit wann beschäf­tigst Du dich mit Foto­gra­fie? Wie kam es dazu?

Wirk­lich inten­siv mit Foto­gra­fie beschäf­ti­ge ich mich erst seit einem mehr­mo­na­ti­gen Prak­ti­kum in mei­nem jet­zi­gen Aus­bil­dungs­be­trieb im Jahr 2009. Ich habe zwar vor­her schon ger­ne foto­gra­fiert, aber ein grö­ße­res Inter­es­se und eine Aus­ein­an­der­set­zung mit der Foto­gra­fie kam erst mit dem Prak­ti­kum. Das Prak­ti­kum soll­te als Lücken­fül­ler zwi­schen Abitur und Stu­di­um die­nen, hat dann aber zur Aus­bil­dung geführt.


Wie auf dei­ner Web­site zu lesen ist, befin­dest Du dich gera­de in der Aus­bil­dung zur Foto­gra­fin. Wo siehst du dei­ne Zukunft?

Nach der Aus­bil­dung möch­te ich Kunst­ge­schich­te und Lite­ra­tur stu­die­ren und neben­bei wei­ter foto­gra­fie­ren. Was danach pas­siert steht noch nicht fest. Ich könn­te mir gut vor­stel­len in den Foto­jour­na­lis­mus ein­zu­stei­gen, in einem grö­ße­ren Muse­um als Foto­gra­fin beschäf­tigt zu sein, wobei ich Aus­bil­dung und Stu­di­um ver­bin­den könn­te, oder Por­traits von Künst­lern zu machen. Die Foto­gra­fie ist ja ein recht weit­läu­fi­ges Gebiet, wel­ches einem vie­le Mög­lich­kei­ten bie­tet.


Was reizt dich beson­ders an Peop­le- und Fashion­fo­to­gra­fie?

Men­schen als Motiv in der Kunst und Foto­gra­fie haben mich immer schon mehr ange­spro­chen, als leb­lo­se Din­ge. Mode übt eben­falls eine gro­ße Fas­zi­na­ti­on auf mich aus. Mit Foto­gra­fi­en eine bestimm­te Ästhe­tik dar­zu­stel­len und Gefüh­le her­vor­zu­ru­fen, die ein Klei­dungs­stück oder ein Label aus­drü­cken soll, fin­de ich sehr span­nend.


Was wäre dein Traumkunde/Traumotiv – wen oder was hät­test Du gern mal vor der Lin­se?

Schön wäre es, von mir foto­gra­fier­te Edi­to­ri­als in den gro­ßen Mode­zeit­schif­ten zu sehen oder berühm­te Künst­ler vor der Lin­se zu haben.


Für wel­ches Medi­um foto­gra­fierst Du am liebs­ten? 

Bis­her ist zwar weder ein Bild­band von mir erschie­nen, noch habe ich eine Aus­stel­lung gehabt, aber das wären die Medi­en, für die ich am Liebs­ten pro­du­zie­ren wür­de. Bis­her habe ich nur für mein eige­nesPort­fo­lio, das Inter­net und einen Kalen­der (Ober­schwä­bi­scher Kalen­der 2011) foto­gra­fiert. Das mit dem Bild­band könn­te sich ja nun, dank voting­books, ändern.


Was gefällt Dir an dem ein­ge­sen­de­ten Foto beson­ders? 

Die auf­stre­ben­de Per­spek­ti­ve mit der Unter­sicht. Und natür­lich die Far­ben, ich den­ke dabei an Som­mer.


Was macht für Dich eine gute Auf­nah­me aus?

Das kann man schlecht ver­all­ge­mei­nern. Sie muss mich auf irgend­ei­ne Art anspre­chen. Man muss sie öfter als ein­mal anschau­en wol­len und sie auch lan­ge anschau­en kön­nen. Sie darf nicht lang­wei­lig wer­den und muss Emo­tio­nen aus­strah­len bzw. in mir wecken.


Wel­che Tipps kannst Du den Teil­neh­mern für die Con­tests geben?

Jeder Con­test bie­tet eine Mög­lich­keit zum Üben — und üben ist das Wich­tigs­te in der Foto­gra­fie, nur so kann man noch bes­se­re Fotos machen. Viel­leicht nicht immer gleich das erst­bes­te Foto dafürher­neh­men und sich beim Foto­gra­fie­ren Zeit las­sen.


Inwie­weit wer­den Fotos von dir retu­schiert bzw. nach­be­ar­bei­tet?

Da ich ungern viel Zeit am Com­pu­ter ver­brin­ge und der Mei­nung bin, dass ein gutes Foto schon in der Kame­ra und nicht erst am Com­pu­ter ent­ste­hen soll­te, bear­bei­te ich mei­ne Fotos gar nicht oder nur sehrwenig. Haupt­säch­lich klei­ne Farb- und Belich­tungs­kor­rek­tu­ren und einen Aus­schnitt fest­le­gen.


Wel­che Vor­bil­der hast Du, wel­che Foto­gra­fen gefal­len Dir beson­ders?

Ein kon­kre­tes Vor­bild habe ich noch nicht. Gut gefal­len mir unter ande­rem die Fotos von Bras­sai, Hel­mut New­ton, Andre­as Fei­nin­ger, Edward Oli­ve, Ellen von Unwerth, Julia Blank und inthoughts auf flickr.de


Wel­ches Lehr­ma­te­ri­al kannst Du jedem Foto­gra­fen emp­feh­len?

Momen­tan lese ich die „Gros­se Foto­leh­re” von Andre­as Fei­nin­ger. Mei­ner Mei­nung nach ein gutes Buch für Pro­fis um foto­gra­fi­sche Kennt­nis­se zu fes­ti­gen oder für Anfän­ger um sich ein­zu­le­sen. Da ist von A-Z alles gut erklärt. Trotz der Tat­sa­che, dass das Buch vor über 30 Jah­ren geschrie­ben wur­de, ist es immer noch aktu­ell.


Wel­ches The­ma wür­dest Du dir für ein Voting wün­schen?

Ganz im Kon­trast zum aktu­el­len The­ma „Peop­le in Black and White” oder „Die Freu­de der Schwarz-Weiß-Foto­gra­fie”.


Digi­ta­le oder ana­lo­ge Foto­gra­fie?

Momen­tan defi­ni­tiv ana­log. Seit einem Lehr­gang im Rah­men der Aus­bil­dung, bei dem ich haupt­säch­lich ana­log foto­gra­fiert habe, habe ich mei­ne digi­ta­le Spie­gel­re­flex kaum mehr in der Hand gehabt. Ich kann jedem nur emp­feh­len, sich eine ana­lo­ge Kame­ra zu besor­gen und ein paar Fil­me zu ver­schie­ßen. Mei­ner Mei­nung nach ist es ein ruhi­ge­res Foto­gra­fie­ren, man lässt sich mehr Zeit für’s Motiv, denkt mehrdar­über nach bevor man abdrückt. Man ist nicht gezwun­gen, jedes Foto gleich auf dem Dis­play anzu­schau­en und bekommt so etwas Abstand von der Auf­nah­me. Außer­dem mag ich den ana­lo­gen Look und die Vor­freu­de auf den fer­tig ent­wi­ckel­ten Film.


Schwarz/Weiß oder Far­be?

Klas­sisch Schwarz-Weiß. S/W-Fotos sind ein­fach zeit­lo­ser und ele­gan­ter als Farb­fo­to­gra­fi­en.
Durch ihre Ein­fach­heit in der Farb­ge­bung len­ken sie den Blick auf das Wesent­li­che.


Wo fin­det man Dich im Web? 

Seit Mit­te Mai die­sen Jah­res ist mei­ne Web­site online: www.hannadiedrichs.de.
Ein Blog ist hier eben­falls in Pla­nung.
Wer mich kon­tak­tie­ren möch­te, schreibt mir eine E-Mail an info[at]hannadiedrichs.de.
Mei­ne ana­lo­gen und künst­le­risch inspi­rier­ten Fotos sieht man auch auf mei­nem Flickr-Account 
Auf dem Lau­fen­den bleibt man auf mei­ner Face­book-Sei­te
Mei­ne Teil­nah­men bei voting­books-Con­test seht ihr in mei­nem VB-Port­fo­lio

Quel­le: http://www.votingbooks.com/news-blog.php?show=9

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Ein Kommentar zu Interview mit votingbooks

  1. T Schaeufele sagt:

    Schö­nes Bild. Es setzt schön in Sze­ne, was beim Bal­kon lei­der immer stief­müt­ter­lich behan­delt, aber eigent­lich mit das Wich­tigs­te ist: die Unter­sicht.

    Der Archi­tekt